Von der Fredenbrücke den Bergbachlehrpfad entlang der kleinen Ohe übers Teufelsloch zum Lusen


Dank des Igelbussystems im Nationalpark lässt sich diese anspruchsvolle mit den unterschiedlichsten Eindrücken und Erlebnissen gespickte Wanderung in nur vier Stunden Gehzeit durchführen. Ausgangspunkt ist die Haltestelle am Parkplatz Fredenbrücke unterhalb Waldhäuser. Gleich nach Überquerung der Kleinen Ohe, einem Quellfluß der Ilz, beginnt der Berglehrpfad (Markierung Zaunkönig). Er erzählt dem interessierten Wanderer entlang des klaren Gewässers über die Dynamik von solchen schnellfließenden Wasserläufen, der dort vorkommenden speziellen Fauna und Flora. Schluchtenwald mit vielen Laubbäumen begleitet bergauf bis zur Martinsklause. Dieser Stausee wurde früher für die Holzdrift gebaut. Mit Hilfe seines Wassers schwemmte man die in den damals begradigten Bergbach eingeworfenen Baumstämme aus dem Wald hinaus. Heute wird die Martinsklause als Kulturdenkmal erhalten und ist zugleich Lebensraum der seltenen und scheuen Wasseramsel.

 

Ziemlich steil führt der weitere Weg (Markierung Grünes Dreieck) zu einem Naturschauspiel besonderer Art, dem Teufelsloch. Tief unter Tausenden von Granitblöcken rauscht dumpf und geheimnisumwittert das Wasser der kleinen Ohe. Wenn dann noch Nebelschwaden durch diese kalte, steinige Rinne ziehen, lässt sich erahnen, weshalb man früher angesichts der seltsamen Geräusche aus der Tiefe den Teufel ins Spiel brachte. Der Weg auf den Lusen führt weiter an der Schutzhütte am Böhmweg vorbei zu dem Hochwalddistriktsteig. Der Wanderer wird in einen naturbelassenen Windwurf aus dem Jahre 1983 geführt. An der Schutzhütte am Böhmweg kann sich der Wanderer entscheiden, ob er noch das „Gipfelerlebnis" auf dem Lusen genießen will oder lieber die Abkürzung über den Böhmweg zur nahen Lusenbus-Haltestelle nimmt. Bei schönem Wetter belohnt eine atemberaubende Fernsicht über das gesamte Waldgebirge hinweg bis zur 150 km entfernten Alpenkette die Mühen des Aufstiegs. Das  Lusenschutzhaus am Lusengipfel (Öffnungszeiten unter www.lusenschutzhaus.de) lädt zur Rast und Brotzeit, ehe es in ca. einer halben Stunde über den Winterweg (Markierung Luchs) zur Bushaltestelle geht. Vom Lusenparkplatz bringen Sie in den Sommermonaten (Mai bis Oktober) die Igelbusse wieder zum Ausgangspunkt, oder Sie wandern noch weiter durch das Künstlerbergdorf Waldhäuser, das mit 1.000 m das höchstgelegene Bergdorf im Bayerischen Wald ist. Hier finden Sie ebenfalls  Einkehrmöglichkeiten.

 

Sehenswert/Wissenswert:
Das Blockmeer am Gipfel des Lusen ist eine der eindrucksvollsten Felsbildungen im Nationalpark Bayerischer Wald. Hier türmen sich riesige Granitblöcke übereinander. Entstanden ist dieses Blockmeer am Grenzkamm zwischen Bayern und Böhmen vor allem durch Frostverwitterung in der Quartärzeit.

 

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Blockmeer am Lusen

Länge: ca. 3,5 bis 4 Std., teils steil bergan
Markierung: „Ranne"
Ausgangspunkt/Parken: Parkplatz Fredenbrücke (Richtung Waldhäuser)
Einkehrmöglichkeit: Lusenschutzhaus, sowie mehrere Einkehrmöglichkeiten in Waldhäuser
ÖPNV/Verkehrstipp: Igelbusse von Mai bis Oktober, mit dem GUTI-Logo auf Ihrer Gästekarte fahren Sie sogar kostenlos! Fahrpläne Download PDF
Sonstiges: Winterwanderung über Winterwanderweg zum Lusen mögich.
Karten: Wanderflyer "Rund um den Lusen"  Download PDF und Fritsch-Wanderkarte Nr. 59

Information:

 

Tourismusbüro Neuschönau, Tel. 08558/960328,
www.neuschoenau.de

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