Laufstrecke Berglauf Rachelgipfel

Beschreibung
Wer den Nationalpark Bayerischer Wald besucht und noch einigermaßen fit in den Knochen ist, für den ist eine Tour auf den zweithöchsten Gipfel des Bayerischen Waldes (1453 m ü. NN) fast schon ein Muß. Bei schönem Wetter bietet der Gipfel eine schier grenzenlose Aussicht über den ganzen Bayerischen Wald und Böhmerwald. Bei Föhntagen ragen im Süden die mächtigen Gipfel der Alpen in die Höhe. Wie an der Perlenschnur gezogen erkennt man die Gipfel der Salzburger Alpen bis hin zum Wettersteingebirge im fernen Südwesten.

Anfahrt, Parkplatz
Ausgangspunkt der Berglaufstrecke ist der Gfäll-Parkplatz, 6 km nördlich von Spiegelau in 950 m Höhe gelegen. Von Ende Mai bis Ende Oktober ist dieser Parkplatz tagsüber mit den umweltfreundlichen „Igelbussen" zu erreichen, die vom Großparkplatz P & R Spiegelau starten. Ab 18 Uhr kann der Gfäll-Parkplatz auch mit dem privaten KFZ angefahren werden.

Strecke
Um sich einen Überblick über den Streckenverlauf zu verschaffen, ist am Gfäll-Parkplatz ein Blick auf die geschnitzte Informationstafel des Nationalparks an der Schutzhütte empfehlenswert. Wer den Kaltstart in den steilen Anstieg zum Rachelgipfel vermeiden möchte, dem sei geraten, den Weg entgegen des Uhrzeigersinns anzugehen. Vom Start weg geht es zunächst eben, nach einigen hundert Metern leicht ansteigend auf einem breiten Waldweg. Gelichtete Wälder erinnern an den gewaltigen Gewittersturm aus dem Jahre 1983, der große Löcher in den Wald gerissen hat. Die nachfolgende Borkenkäfer-Massenvermehrung führten schließlich zu einer aufregenden natürlichen Wiederverjüngung des Bergmischwaldes. Ein kräftiger Anstieg längs des Eiszeitlehrpfades endet bei dem wildromantisch und sagenumwobenen Rachelsee. 1071 m hoch liegt dieser Gletschersee, der vor ca. 11000 Jahren in der Eiszeit entstanden ist. Vorbei an Urwaldresten steigt der Weg ununterbrochen bergan. Ein kurzer Halt und eine willkommene Verschnaufpause bietet sich bei der Rachelkapelle an. Diese idyllisch gelegene Holzkapelle mit Blick zum Rachelsee ist eines der bekanntesten Malermotive im Bayerischen Wald. Der Steig zum Gipfel führt durch ein Meer von Baumleichen. Ein letzter steiler, felsiger Schlussanstieg bildet das Finale zum Gipfel. Bei schönem Wetter entschädigt eine grandiose Aussicht für alle Muskelschmerzen. Häufig bläst jedoch ein eisiger Wind aus Ost oder West dem Läufer um die Ohren und verkürzt eine ausgedehnte Gipfelpause. Beim Abstieg über happige Felsenstufen kommt man nach 5 Minuten an dem bewirtschafteten Waldschmidthaus vorbei. Von hier aus führt ein breiter Wanderweg ständig bergab, bis nach ca. 20 Minuten der Ausgangspunkt am Gfäll-Parkplatz erreicht ist.

Streckenkennzeichnung
Die gesamte Laufstrecke ist mit der Nationalparkmarkierung Symbol „Auerhahn" gekennzeichnet. Zusätzlich weisen geschnitzte Informationstafeln im Gelände auf Geologie, Wald-und Kulturgeschichte sowie Nationalparkziele hin.


Zusammenfassung
Eine Laufstrecke, die hohe körperliche Fitness erfordert. Insgesamt sind 1000 Höhenmeter zu bewältigen, teilweise auf recht holprigem Untergrund. Nichts für Liebhaber des flachen Laufschritts! Gesamtlaufzeit ohne Pausen ca. 1,5 - 2 Stunden. Außergewöhnlich hoher Erlebniswert. Was Nationalpark bedeutet, wird hier erlebt und erlaufen. Etwas Vergleichbares gibt es nicht in Mitteleuropa.

 

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