So läuft die Öffnung der Nationalparkeinrichtungen

Aufgrund der Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen dürfen demnächst fast alle bisher gesperrten Nationalparkeinrichtungen wieder öffnen.

 

Den Anfang machte bereits am 8. Mai 2020 das Waldspielgelände bei Spiegelau. Die Tier-Freigelände folgten am 11. Mai 2020. Die Türen vom Haus zur Wildnis und vom Hans-Eisenmann-Haus sind seit 18. Mai 2020 geöffnet.


Für alle Einrichtungen gilt ein Hygienekonzept. In den Tier-Freigeländen bedeutet dies etwa, dass in einigen Anlagen eine Einbahnregelung gilt, Aussichtskanzeln sind nur für eine bestimmte Personenanzahl zugelassen und Stative für Kameras vorerst verboten. Zudem ist auf genügend Abstand zu achten. Auf die Regelungen wird vor Ort mittels Beschilderung hingewiesen. Daneben wird die Kapazität der Großparkplätze reduziert, um einem ungeregelten Ansturm vorzubeugen.


„Wir bitten unsere Besucher, sich an die Vorgaben zu halten. Nur so können wir gewährleisten, dass die vorgegebenen Anforderungen auch in den weitläufigen Tier-Freigeländen umgesetzt werden können", sagt Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. Er appelliert vor allem daran, die Tier-Freigelände bei bereits ausgelasteten Parkplätzen nicht über andere Parkmöglichkeiten anzusteuern, sondern bei Erreichen der dortigen Kapazitätsgrenze andere Ausflugsziele im Nationalpark anzusteuern.


Im Haus zur Wildnis und im Hans-Eisenmann-Haus ist täglich von 11 bis 18 Uhr ein Besuch möglich. Das Waldgeschichtliche Museum folgte am 19. Mai 2020 und hat bis auf Weiteres dienstags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.


In den Einrichtungen werden Obergrenzen für Besucher definiert, so dass sich nicht zu viele Personen gleichzeitig im Innenbereich aufhalten. Um dies überwachen zu können, müssen einige Eingänge gesperrt werden. Mögliche Zugänge werden beschildert. Ferner gilt im Innenbereich die Maskenpflicht und das Abstandsgebot. Desinfektionsmittel steht zur Verfügung. Für den Schutz der Mitarbeiter wurden an den Info-Theken Spuckschutzwände installiert. Die beiden Kinosäle sowie der Kinder-Erlebnisraum im Haus zur Wildnis sowie die Waldwerkstatt im Hans-Eisenmann-Haus stehen vorerst nicht zur Verfügung.


Weiter gesperrt bleiben die Grillplätze des Nationalparks und die Steinzeithöhle im Nationalparkzentrum Falkenstein. Außerdem ist noch nicht klar, wann die Umweltbildungseinrichtungen, also das Wildniscamp am Falkenstein und das Jugendwaldheim bei Schönbrunn am Lusen, wieder öffnen können. Dort müssen vor allem aufgrund der gemeinschaftlich genutzten Sanitäranlagen erst Konzepte zur weiteren Nutzung erarbeitet werden.


Die Erlebnis Akademie, Betreiber des Baumwipfelpfads im Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau, hat ebenfalls bereits über eine Öffnung ihrer Anlage entschieden. Dort wurde der Betrieb am 15. Mai 2020 wiederaufgenommen.

Weitere Informationen:

Welche Auswirkungen die derzeitige Lage noch hat, lesen Sie in unserem Übersichtsartikel "Coronavirus: Diese Einschränkungen gibt es im Nationalpark".

 

Mehr Infos:
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

Freyunger Str. 2

94481 Grafenau

Tel. 08552 96000
www.nationalpark-bayerischer-wald.de



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