Schnupftabak & Zigarren

Zigarren und Schnupftabak gehören zu den Genussartikeln, die auch im Bayerischen Wald verbreitet sind. Hier wurde sogar Tabakgeschichte geschrieben.

 

1917 verlegte eine Münchner Zigarrenfabrik ihren Standort nach Perlesreut, wo sich schnell fleißige und geschickte Arbeiter fanden. Der aus Java und Sumatra importierte Tabak wird dort noch heute nach alten Rezepten gemischt und in Handarbeit zu Zigarren und Zigarillos verarbeitet. Mit geschickten Händen trennen die Zigarrenarbeiterinnen den Tabak von den Blattrippen, rollen und wickeln ein kleines Kunstwerk zusammen. Am Ende entsteht ein echtes Qualitätsprodukt, daher sind die „Perlesreuter Stümpli" und andere über die Region hinaus beliebt geworden.


Wer sich keine Zigarren leisten konnte griff auf Schnupftabak zurück, den „Kaviar des kleinen Mannes". Die beliebteste Sorte war und ist der Schmalzler, auch Schmai genannt. Die Grundlage bilden brasilianische Tabakblätter, die mit Zucker vergären und dann mit Butterschmalz zerrieben werden. Durch das Fett wird der krümelige Tabak geschmeidig und so angenehmer für das Schnupfen. Jeder Waldler hatte sein eigenes Hausrezept, aber mit dem Erlass des Tabaksteuergesetzes wurde die private Herstellung unmöglich. Dafür wurden nun überall Fabriken gebaut wie die „Erste Perlesreuter Brasiltabakfabrik". Kleine gelbe Schilder mit einem Selbstreiber-Logo fanden sich an vielen Geschäften in ganz Bayern, wo der Original-Schmalzler verkauft wurde. Seit über 200 Jahren kommen hochwertige Tabakprodukte aus dem schönen Bayerischen Wald.

 

 

Online buchenAlle Gastgeber
von:
bis:



/bilder/standard/schlagzeilen/zeitreise-kelten-heute.jpg

/bilder/standard/schlagzeilen/keep-on-rollin.jpg