Wolfauslassen


Am Abend vor Martini, dem 11. November, hallt das Läuten von unzähligen Kuhglocken durch den Bayerischen Wald.


Bis heute hat sich der Brauch des Wolfauslassens oder -austreibens im Bayerischen Wald gehalten. Seinen Ursprung hat er im Heimtreiben der Tiere durch die Hirten. Diese nahmen sich anschließend die Glocken des Viehs, die sonst die wilden Tiere vertreiben sollten und lärmten mit ihnen durch den Ort. So feierten sie mit den Glocken das gute Hirtenjahr und den Erhalt ihres Lohns.


Heute noch ziehen die Burschen mit großen Kuhglocken von Haus zu Haus, lärmen, sagen kleine Reime auf und bekommen zum Dank kleine Geschenke für ihr erfolgreiches Wolfaustreiben. Mit Glück kann man sogar den verschreckten Wolf sehen, der erst gewitzt um das Haus schleicht, an den Fenstern klopft und dann doch von den mutigen Austreibern verscheucht wird.

 

In einigen Orten des Nationalpark-FerienLandes wird auch heute noch der Brauch des Wolfauslassens gehalten. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Gastgeber oder in der Touristinformation vor Ort nach dem genauen Termin!


Besonders zu bestaunen ist dieser Brauch in Freyung. Hier sind alljährlich um Martini die Wolfaustreiber auf dem Stadtplatz unterwegs.

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